Über mich

Ich komme mit den Updates kaum hinterher… Naja.
Stand: September 2020.

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Diese Seite hier up-to-date zu halten entwickelt sich zu einem lächerlichen Unterangen. Mein Leben ist zu schnell, als dass das hier auch nur ein bisschen länger als ein halbes Jahr aktuell ist.

Nun ja.

Ich bin 28 Jahre alt, lebe in Hamburg, arbeite wie jeder zweite Millennial im Social Media Bereich und bin meine eigene größte Baustelle.
Es ist wunderschön, dass Du meinen Blog gefunden hast. Vielleicht gehörst du zur Familie und ich habe dich mehr oder weniger direkt genötigt, dir diese Seite anzusehen. Vielleicht bist du irgendwer, und bist irgendwie hier gelandet. Wie auch immer, ich freue mich über alle, mit denen ich meine Texte und Gedanken teilen kann.

Ich schreibe über all die Dinge, die mich in meinem Leben tangieren, und über die es einigermaßen angemessen ist, online darüber zu sprechen. Dazu gehören also ganz viele persönliche Dinge und Gedanken, aber auch alles mögliche, was mit Kultur und Kunst zu tun hat (weil ich das studiert hab), oder mit der Gesellschaft (weil… naja. Guck‘ sie dir an. Da gibt es einiges drüber zu schreiben), oder mit Büchern und Filmen und Serien und Fernsehen, oder mit Social Media, oder mit YouTube… Das beinhaltet dann so ziemlich alle meine Lebensinhalte außer meine Beziehung, und die gefällt mir offline einfach so viel besser. Aber hauptsächlich schreibe ich über mich und meine Gedanken, weil das hier das Internet ist und dies nach Catcontent und Pornographie vor allem zur Selbstdarstellung erfunden wurde.

Ich habe links im Menü so ein schniekes Drop-Down-Teil eingefügt, in denen du dir meine Posts aus den verschiedenen Themenbereichen anschauen kannst, falls du dich für alles andere so gar nicht interessierst. Das ist ja das schöne und gefährliche am Internet – man muss nur das sehen, was man sehen will.

Und nun möchte ich mal etwas testen, was mir auf anderen Blogs immer sehr gefällt, weil man sich dadurch ein wunderbares Bild der Autoren machen kann: ein paar willkürlich ausgesuchte Fakten über mich.

  1. Ich bin (Stand 6.9.2020) auf Level 1636 von Candy Crush Soda Saga.
  2. Mein liebstes soziales Medium ist Instagram.
  3. Mittagsschläfe sind eine Erfindung Gottes.
  4. An den ich nicht glaube.
  5. Dafür glaube ich seit neustem an irgendeine Art von Schicksal, oder Abwesenheit von Zufall.
  6. Mein allerliebster Künstler ist Otto Dix.
  7. Meine Höchstleistungen erziele ich stets unter immensem Zeitdruck.
  8. Meine am häufigsten von vorne bis hinten durchgeguckte Serie ist Friends, dicht gefolgt von How I Met Your Mother, Ful House, Glee und Sex and the City.
  9. Die Serien, die mir am besten gefallen haben, sind jedoch Mad Men, Game of Thrones, Orange is the New Black und Bob’s Burgers.
  10. Ich mag Filme, die auf eine angenehme Art und Weise merkwürdig sind, wie Elizabethtown, Midnight in Paris, Sing Street und Big Fish.
  11. Wenn ich das Gefühl habe, meine Augenbrauen sind durcheinander, muss ich sie glatt streichen.
  12. Ich habe den Punkt, an dem ich kein Eis mehr essen kann, noch nicht entdeckt.
  13. Was ich irgendwann mal arbeite ist mir relativ egal – Hauptsache ist, ich muss nie wieder kellnern.
  14. Viel wichtiger ist mir, irgendwann eine eigene Familie zu haben. Klingt so spießig, aber habt ihr gesehen, wie toll Kinder sein können?
  15. Ich bin ein spätes Scheidungskind, und nun zufrieden mit zwei (sogar verheirateten!) Elternpaaren und einer viel größeren Familie.
  16. Mein kleiner Bruder ist vier Jahre jünger als ich und macht wahnsinnstolle Musik hier: https://soundcloud.com/hwlmc, und schreibt wahnsinnstolle Texte hier: https://ingrau.wordpress.com/ . Ekelhaft talentiert der Typ.
  17. Ich verbrenne mir mit selbstgemachter Pizza immer den Gaumen, weil ich es nicht abwarten kann, sie zu essen.
  18. Spitznamen bekomme ich meistens, weil ich mich bei meinem eigenen Namen verschrieben habe, oder ihn unleserlich geschrieben habe. Beispiele? Fions, Fiong, Franz, Fiomi…
  19. Mein einziger Spitzname, der sich über mehrere Jahre hielt, war Önel.
  20. Ich möchte maximal zwei Kinder haben. Sollte ich beim ersten Mal Zwillinge bekommen, wäre ich fertig. Sollte ich beim zweiten Mal Zwillinge bekommen hätte ich Pech.
  21. Sollten beide das selbe biologische Geschlecht haben, möchte ich lieber zwei Jungs als zwei Mädchen.
  22. Ich bemühe mich, mich gendertechnisch korrekt und nach neusten Standards auszudrücken und bestimmte Einstellungen und Vorurteile loszuwerden, aber gegen die Tatsache unter Punkt 20 kann ich nichts machen…
  23. Ich liebe Mottoparties und Halloween.
  24. Ich gucke seit Staffel 1 jedes Jahr das Dschungelcamp..
  25. Ich habe ein Tattoo, da steht Melancholie, aber es kann keiner lesen hihi.
  26. Ich bin Mitglied bei den Grünen.
  27. Wenn ich Müll rausbringe habe ich eine irrationale Angst davor, statt dem Müllbeutel meinen Schlüssel in die Tonne zu werfen. Das ist mir noch nie passiert, und trotzdem konzentriere ich mich doch jedes Mal wieder sehr.
  28. Und wo ich bei Schlüsseln bin: Ich gehe ständig nach dem Aufschließen zu schnell durch die Haustür, sodass ich den Schlüssel nicht mehr richtig aus dem Schlüsselloch bekomme.
  29. Manchmal laufe ich mit Kopfhörern durch die Gegend ohne Musik, einfach nur, damit die Umgebung etwas leiser ist.
  30. Ich bin extrem schlecht im Kirschkerneweitspucken.
  31. Peanut-M&Ms sind die besten (die gelben, für die M&M-Banausen).
  32. Ich habe einen innigen Hass auf das Wort „Herzmensch“.
  33. Ebenso auf Menschen, die sich über ihre Partner*innen definieren und bei Instagram in der Bio sowas schreiben wie „Wifey of…“.
  34. Mein größtes Pet Peeve: Wenn Leute ´statt ‚ nutzen.
  35. Ich habe eine irrsinnige Phobie vor Fröschen und Kröten. Ich bekomme eine körperliche Reaktion auf jedes Bild von diesen Tieren, und es graut mir vor meiner nächsten Begegnung mit einem.

~~to be continued~~

Vorgeschichte
2015

Als meine Mutter so alt war wie ich jetzt, startete der erste kommerzielle E-Mail Provider seine Dienste, gedruckte Zeitungen waren noch relevant und das Privatfernsehen in Deutschland war gerade erst vier Jahre jung. 23 zu sein ist nicht mehr das, was es mal war.

Ich bin Teil der Generation, die zusammen mit dem Internet erwachsen geworden ist. Wir können uns noch an die Wählgeräusche eines Modems erinnern, aber nutzen nun DSL in Höchstgeschwindigkeit. Wir erlebten die Sternstunden und den Fall von MySpace. Wir experimentierten mit illegalen Musikdownloads. Wir liebten unsere PS2, aber sind beim Thema Spielekonsolen inzwischen in zwei Lager geteilt. Die Tagesschau um 20:15 ist für uns eine Zusammenfassung dessen, was wir tagsüber schon im Internet gesehen haben. Wir gehen gerne ins Kino, aber sich zuhause durch die Weiten von Netflix zu gucken ist auch schön. Und wenn wir am 21.12. feststellen, dass wir keine Weihnachtsgeschenke haben, dann werden wir nicht hektisch durch die Stadt rennen, sondern uns ein Riesenpaket bei Amazon bestellen, das am nächsten Tag da ist.

Man könnte sagen, unser Leben ist bequemer. Viele Menschen tun das. Vor allem jene, die nicht unserer Generation angehören.
Ich sage: wir haben es auch nicht leicht. Die Welt steht uns offen, aber wir haben die Qual der Wahl. In allem, was wir tun. Beruflich, in Beziehungen, kulturell, in Sozialen Medien – die Zahl der Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen müssen, ist beachtlich – und beizeiten überfordernd.

Das als außenstehende Person nachzuvollziehen, ist unmöglich. Zahlreiche Autoren haben sich bereits mit der Mentalität meiner Generation auseinander gesetzt mit dem Ziel, uns zu verstehen. Tatsächlich ein aussichtsloses Unterfangen, wenn man mich fragt.

Der Hund liegt hier begraben: ich verstehe mich ja selbst nicht. Die Zahl der Fragezeichen in meinem Kopf ist immens. Alles was ich will ist ein Ausrufezeichen hier und da. Eine Meinung, zu der ich stehen kann; eine Entscheidung, auf die ich stolz bin; ein Ziel, das verfolgenswert ist.

Auf der Suche nach Struktur also, nach einem roten Faden in all dem, was jeden Tag auf mich einprasselt, entsteht dieser Blog (weiteres wieso weshalb warum gibt es hier). Ich werde mich mit Kultur und Politik auseinandersetzen, aber auch ganz triviale Themen sollen ihren Platz finden. Es geht um alles, was Anfang 20 relevant ist: Filme, Musik, Youtube, Medien, Politik, Uni, TV; alles zu dem ich eine qualifizierte Meinung abgeben kann.

Mein erstes Ausrufezeichen soll demnach sein: ich habe eine qualifizierte Meinung!