Printjournalismus, Teil 2

Neulich habe ich mir Gedanken über den Nutzen von Printjournalismus gemacht. Prompt war ich gestern auf dem Weg zu meiner Mutter, um mir gelesene Zeitungen zu holen, weil ich Verpackungsmaterial für meine Küchenutensilien benötige. Meinem grünen Herz geht es dabei richtig gut, weil ich das Papier vor dem Recycling noch einem anderen guten Nutzen zuführen kann. Ich hatte das Gefühl, dass ich doch einen wirklich guten Nutzen für Printjournalismus gefunden hatte – denn ohne ihn hätte ich mir eigens fürs Verpacken hergestelltes Material besorgen müssen, und das ist mir echt nicht öko genug.

Im Altpapier meiner Mutter, das nun als Packungsmaterial dient, befindet sich vor allem das Hamburger Abendblatt. Sie und ihr Mann lesen auch andere Magazine, aber das, soweit ich das mitbekommen habe, auch schon häufig nur noch digital. Dann und wann erreicht mich beispielsweise ein ZEIT-Artikel per Mail. Das Abendblatt und die ZEIT, die würde ich in meinen mentalen Schubladen immer den eher Guten zuordnen, trotz der gelegentlichen (und mir egal in welcher Region auf den Zeiger gehenden) Provinzialität des Abendblatts und der Titelseiten-Entgleisung der ZEIT.

An sich sind das für mich aber solide Publikationen mit Existenzberechtigung. Anders als mein Lieblingshasspapierverschwendungsimperium, die BILD. Nun hatte ich gerade einen Haufen Zeitungen geholt und -tadaaa- lagen heute morgen for free und „für alle“ einige Exemplare der BILD in unserem Hausflur. Weil sie ja so viele verteilen mussten, hatten sich die Boten nicht mal die Mühe gemacht, die einzelnen Exemplare in die Briefkästen zu stecken.

Ich stand im Flur und sah genervt auf den Stapel Schund. Ich habe einen unfassbaren Hass auf den Verlag, dass sie diese Scheißaktion nun unangekündigt veranstalten und sivh somit keiner wehren kann. Ich überlegte eine Sekunde, ob ich sie verwenden sollte, um meinen Kram damit zu verpacken, aber ich wusste schnell, dass ich der BILD nicht Mal den Schutz meines Geschirrs zutrauen wollte.

Die BILD hat meiner Ansicht nach keinen, keinen einzigen Nutzen auf der Welt. Sie macht nicht schlau, sie verbreitet Hass und Lügen, ist das Vorzeigeunternehmen für Doppelmoral, missbraucht Schicksale für Schlagzeilen und ich will nicht Mal dass mein Geschirr mit ihr in Berührung kommt. Die BILD ist für mich eine Papier- und Ressourcenverschwendungsinstitution und es gibt nur eine einzige Sache, die man mit ihr tun sollte:

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