Der Ursprung der Motivation

Ach, ist die Fiona also mal wieder in so voll deeper Stimmung und muss sich über so trendy Lifestyle-Psychoquatsch auslassen? Ja, ja das bin ich, und ich finde mir müssen mal dringend von dem Trip runter, wieder nicht mehr über solche Themen reden zu wollen, weil die Cosmopolitan das auch tut.

Ich sitze hier, in meinem Motivations- und Stimmungstief mit einer Gratisprobe Lebenskrise und Depression und habe die Schnauze voll davon, zuhause zu sitzen und mir Leid zu tun aufgrund all der Aufgaben, die auf mich warten. Wenn ich morgens aufstehen und produktiv sein soll, dann erzählt mir mein Kopf mehrere Ausreden, um noch im Bett liegen bleiben zu können. Zum Beispiel, dass ich unter Druck doch eh am besten arbeite, dass ich ja ohnehin noch den ganzen Tag Zeit habe, dass ich mir die Auszeit verdient habe, dass ich es in meiner Verfassung ja auch langsam angehen muss… Aber auch, dass ich das alles sowieso nicht zu meiner Zufriedenheit bearbeiten kann, dass meine Arbeit nicht gut ist, dass alles falsch ist und schrecklich, und das hält mich alles zusammengerechnet dann im Bett unter meiner Kuscheldecke, anstatt mich mit Kaffee an den Schreibtisch zu bringen.

Und es neeeeeervt. Irgendwas in mir erzählt mir die ganze Zeit, wie schlecht, wie dumm und wie unfähig ich bin. Langsam langt’s. Ich versuche mich jetzt wieder mehr kreativ zu betätigen – ob das nun bedeutet, dass ich viel schreibe, oder Ukulele spiele oder was zeichne oder Musik höre, das wichtigste ist, dass meinen kreativen Nerv stimuliert. Denn ich habe gemerkt, dadurch wird auch mein Arbeitswille wieder wach gekitzelt.

Ich sage euch, mein Arbeitswille, uiuiui, der ist sauer. Der ist übersauer auf den Teil meines Gehirns, das mich runterzieht, und schleudert ihm nun mit voller mentaler Wucht meine Erfolge und Leistungen entgegen. Wäre ich der Loser den ich versuche mir unterzujubeln wäre ich doch jetzt nicht dort, wo ich bin, mit Masterabschluss direkt vor meiner Nase, einem Job, einer eigenen Wohnung, einem tollen Mann an meiner Seite, einem Konto das endlich mal wieder eine schwarze Zahl zeigt, Katzenfutter für die Miez en masse, einer Ukulele, einer Kamera, einem Blog den ich inzwischen seit 3 Jahren betreibe…

Vielleicht ist diese Wut nun genau der Ursprung der Motivation, die ich gerade suche. Ich habe keinen Bock mehr mich unfähig und dumm zu fühlen, mich herunterziehen zu lassen von Tatsachen die ich nicht beeinflussen kann. Alles, mit dem ich bisher konfrontiert worden bin, hat sich am Ende irgendwie gelöst. Besser: ich habe es geschafft, diese Sachen zu lösen. Deswegen fühle ich mich seit langer Zeit wieder motiviert und voller Energie, einfach weil ich endlich so herrlich sauer bin. Ab jetzt also: Full speed vorwärts.

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