Solange ich diese URL bezahle, muss ich auch bloggen

Es ist 21:31. Wir sind irgendwo auf der Autobahn irgendwo in Belgien. Nils hat sich gerade ein Handtuch, das über der Sitzlehne hing, als Stütze hinter den Kopf geklemmt. Er fährt uns schon durch diesen ganzen Urlaub und ich fühle mich sicher und gut aufgehoben. Eine Frau liest uns die Kurzgeschichten von Oscar Wilde vor….

Positioniere dich

These: Der Mensch trifft nicht gerne Entscheidungen. Der Mensch mag viel lieber Optionen. Diesen Genussmoment, wenn man die Wahl hat – denn die Wahl zu haben zeugt von Privileg, Luxus, Bildung, Kapitalismus. Nach einer Entscheidung allerdings, ist das weg. Die Welt ist plötzlich dunkel, nachdem man eine Wahl getroffen hat, weil man viele Türen schließen…

Im Auto

Von meinem parkenden Auto aus sehe ich in der Ferne die Lichter der Fahrzeuge auf der Autobahn entlang fliegen. Die Sonne ist schon untergegangen, aber der Himmel glüht noch orange nach. Über uns ist der Himmel noch bewölkt, aber am Horizont wird er klar. Die Autobahn rauscht. Hinter mir ziehen Leute Koffer über das Pflaster….

Beim Arzt

„Na was ist das denn?“, sagte mir letzte Woche der Ersatz-Hausarzt, als ich bei ihm mit ominösen roten Punkten auf dem Körper aufschlug. „Weiß ich nicht, deswegen bin ich ja hier“, entgegnete ich, vielleicht mit einem leicht trotzigen Unterton. Als ob ich gerne zum Arzt ginge. Tu ich nämlich gar nicht. Ich hasse es zum…

Fiebergedanken

Ich glaube, ich habe nicht mal Fieber. Ich habe einfach nur eine ganz extrem dumme Erkältung zu einem ganz extrem dummen Zeitpunkt (zugegeben, es ginge dümmer, aber dann wären wir schon in meinem persönlichen Katastrophenszenario). Auf jeden Fall aber hab ich etwas Zeit zum Denken, wie ich hier so liege und nebenbei Friends läuft. Staffel…

Nach Hause kommen

Der Schlüssel hakt mal wieder etwas, dreht sich aber schlussendlich und die Tür öffnet sich. Ein schwarzer Katzenkopf schiebt sich ungeduldig durch den Spalt. MAUNZ! Na, Katze, hattest du einen schönen Tag? Bbbrrrrrrrr. Das klingt doch fein. Viel geschlafen. Mauuuu. Prima. Hast du Hunger? MIAAAAAUUUU! Ist ja gut, musst mich nicht gleich anschreien. Brrrrr. Sonst…

WORK-LIFE-BALANCE: fionas fickle fictions

„Ich bin nicht mein Job ich bin nicht mein Job ich bin nicht mein Job…“ In ihrem Kopf hing die Platte Mantra-artig an diesem Satz fest. Sie kam gerade aus einem Meeting und das Feedback zu ihrem Projekt, an dem sie monatelang gesessen hatte, war vernichtend gewesen. Ihre Tasche unter dem Arm und den Schal…

WoB 7: Die unendliche Identitätsfrage

Da ist er, der letzte Teil meiner Week of Blog. Ab Donnerstag werdet ihr dann wieder entspannt wöchentlich meine gedanklichen Ergüsse ertragen dürfen – bis dahin können wir uns in diesem Text gemeinsam fragen, wer wir eigentlich sind. Letzte Woche sah ich ein wahnsinnig tolles, tiefgehendes Video von Gabbie Hanna gesehen habe, in dem sie…

WoB 6: YouTube gucken

Morgen ist die Week of Blog schon vorbei, aber bevor ich zu traurig werde wollte ich von meinem neu entdeckten alten Lieblingshobby erzählen: YouTube-Videos gucken. Ich habe angefangen regelmäßig Videos auf YouTube zu gucken als Ray William Johnson noch lustig war und LeFloid noch keine News gemacht hat. Ich habe gelacht, geweint, mich aufgeregt und…

WoB 5: Eine Frage der Struktur

Wenn man mich fragen würde, wie mein Alltag aussieht, würde ich antworten: Ich hatte in den letzten 7 Jahren keinen Alltag. Im engsten Sinne des Wortes wäre das vielleicht gelogen, aber es fühlt sich so an. Ja, vielleicht bestand mein Alltag aus Seminaren, Hausarbeiten und Arbeit. Und für die 3 Monate der Vorlesungszeit hatte ich…

WoB 4: Gesundheit!

Es ist Donnerstag und mit dem vierten Teil der Week of Blog quasi Halbzeit. Und weil ich wohl gerade auf dem Weg nach Hause von einem Arzttermin bin, wenn dieser Post online geht, soll es heute wieder um dem Körper gehen. Nur diesmal um seine Gesundheit. Ende Mai bin ich umgeknickt. Ziemlich übel ziemlich fiese,…

WoB 3: Wellig an den Rändern

Frei nach Philip Ardagh ist das, wie ich meinen Körper derzeit beschreiben würde. Anders als Eddie Dickens Eltern bin ich zwar glücklicherweise nicht gelb und rieche auch nicht nach alten Wärmflaschen – aber doch fühle mich mich ausgesprochen unförmig derzeit. Neulich habe ich mich, nach monatelanger Abstinenz, mal wieder auf eine Waage gestellt. Mein erster…