WORK-LIFE-BALANCE: fionas fickle fictions

„Ich bin nicht mein Job ich bin nicht mein Job ich bin nicht mein Job…“ In ihrem Kopf hing die Platte Mantra-artig an diesem Satz fest. Sie kam gerade aus einem Meeting und das Feedback zu ihrem Projekt, an dem sie monatelang gesessen hatte, war vernichtend gewesen. Ihre Tasche unter dem Arm und den Schal…

Büroküche

Meine leere Tasse in der einen schiebe ich mit meiner anderen Hand die schwere Tür zur Büroküche auf. Es ist gerade niemand anders hier, was auch mal ganz schön ist, weil ich dann die Minute, die mein Kaffee braucht, in Ruhe durchatmen und aus dem Fenster sehen kann. Tasse also in die Maschine, eben kontrollieren,…

PAUSE: fionas fickle fictions

Alles um Maja herum bleibt stehen. Und zwar mit diesem typischen coolen filmischen Effekt, mit dem es so aussieht, als würde einer nach und nach das Tempo aus der Welt nehmen. Das sieht dann so aus, wie es sich anfühlt, in einem Auto zu sitzen und stark zu bremsen. Sie wankt mit dem Oberkörper etwas…

SPACHTELSPUREN: fionas fickle fictions

Auf allen vieren und nackt kroch ich in die Küche und öffnete die Schiebetür des Schranks unter der Spüle. Aus dem Fenster in meiner Küche konnte man auf einen Schulhof gucken, der zudem ausgerechnet gerade jetzt von vielen kreischenden Kindern in der ersten großen Pause bespielt wurde. Allerdings wollte ich gerade duschen und brauchte eine…

PARTY: fionas fickle fictions

Vorwort Der geneigte Leser weiß, dass einer meiner langfristigen Lebensträume ist, ein Buch zu schreiben. Da von nichts nichts kommt, versuche ich mal, eine kleine Reihe an fiktionalen Geschichtchen auf meinem Blog unterzubringen, zu finden unter ‚fionas fickle fictions‘. Ich sitze im Treppenhaus, im zweiten Stock, abseits der Party. Da ist ein Mädchen weiter unten…

Die Krux mit der Fiktion

Vor ein paar Monaten nahm ich mir vor, mal mehr kurze fiktionale Texte zu verfassen. Als langfristige Einstimmung und Übung auf mein Lebensziel, irgendwann ein Buch zu schreiben. Dann kam zwar auch meine liebe Schreibblockade dazwischen, aber zudem habe ich noch eine neue Schwierigkeit entdeckt, von der ich vorher nicht gedacht habe, dass sie so…

FRIENDCRUSH: fionas fickle fictions

Vorwort Der geneigte Leser weiß, dass einer meiner langfristigen Lebensträume ist, ein Buch zu schreiben. Da von nichts nichts kommt, versuche ich mal, eine kleine Reihe an fiktionalen Geschichtchen auf meinem Blog unterzubringen, zu finden unter ‚fionas fickle fictions‘. Der deutschen Sprache wird nachgesagt, dass sie ausgesprochen präzise bestimmte Sachverhalte benennen kann. Dank ihrer Eigenschaft,…

McFlurry schmeckt nach Schulferien

Neulich gab es zwei Momente, in denen mir schlagartig und drastisch bewusst wurde, wie merkwürdig unsere Erinnerungen funktionieren, und dass ich dringend beginnen muss, mir Geschichten aus meinem Leben aufzuschreiben. Und ja, ich bin erst 25, und nein, so krass war mein Leben noch nicht, aber ja, mein Gedächtnis ist nur so ok. So lag…

Zeit II

in dem film big fish gibt es dieses wunderbare zitat über den moment, in dem man die liebe seines lebens trifft. dass dann zwar die zeit wirklich still stünde, aber sie dann nur umso schneller weiterliefe, weil sie ja wieder aufholen müsse. das fand ich immer so ein schönes bild. für mich stand die zeit jetzt…

Wie hast du’s mit der Religion?

Ich schwöre, irgendwann kommen wieder schönere Geschichten auf diesem Blog. Langsam reicht’s ja mit dem Drama. Herrgott nochmal. A propos: Übermorgen fahre ich auf den Kirchentag in Berlin. Dort helfe ich für 10 Tage ehrenamtlich als Fahrradkurier. Das habe ich in den letzten Tagen ganz vielen Leuten erzählt, und obwohl es ja nun hier im…

Der Fettabdruck am Fenster

Es war ein langer Tag und ich sitze im Bus. Nein, eigentlich ist es immer noch ein lange Tag. Ich habe noch nicht Feierabend, aber unterwegs nach Hause. So ergibt sich das eben als Studentin mit Nebenjob, die Arbeitszeiten sind flexibel as fuck und man organisiert sich je nach Bedarf. Jetzt organisiere ich mich also…

Ins Telefon lächeln

Er saß in seiner Bude und lächelte sein Smartphone an. Ich kenne ihn nicht und bin erst ein paar mal an dem Parkplatz vorbei gegangen, den er in seiner Holzbude bewacht und für den er Gebühren kassiert. Er ist noch relativ jung, vielleicht irgendwo Mitte bis Ende 20, hat dunkelbraune kurze Haare und eine leicht…